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Arbeits- und lernbezogene Fragen & Antworten

Wie schätzen Sie ihre Arbeit am kulturellen Deutungsmuster in Bezug auf die von Ihnen gewählte Kategorie ein? Welche Erkenntnisse haben Sie durch die Arbeit in Ihrer Arbeitsgruppe zu 1968 und den Folgen gewonnen? In wiefern hat Ihnen das zu einer klareren Vorstellung vom Deutungsmuster 68 und seiner Vielfalt verholfen?

Ich habe mich mit den Topologischen Mustern auseinandergesetzt. Wir waren eine Gruppe aus drei Personen, wobei es uns nicht gelang zu dritt an unserem Thema zu arbeiten. So bestand unser Team letztendlich aus zwei Dresdner Studentinnen (Mou und ich).

Mein Schwerpunkt lag auf dem Begriff Kirche. Ich wusste, dass die Kirche nach 1968 weniger Zulauf bekommen hat, aber die Gründe waren mir bislang nicht bekannt. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich mich darüber auch nie informiert habe. Mou hat sich mit den Begriffen bzw. Phrasen "geh doch nach drüben" und "hier" beschäftigt und ich war sehr erstaunt über die Vielfältigkeit von zwei Begriffen bzw. Phrasen, die mir zwar geläufig waren, über die ich mir aber nie viele Gedanken gemacht habe. Über die Vielfalt von Vorurteilen war ich ehrlich gesagt ein wenig schockiert. Das ein oder andere Voruteil hatte ich natürlich schon gehört und sicher auch mal spaßeshalber(!!) geäußert, aber mit den Hintergründen dazu, habe ich ein ganz anderes Bild bekommen.

Ich glaube ein großes Problem ist/war hier die Aufklärung und der Wille sich mit dem "anderen" auseinander zu setzen. "war" verwende ich hier, da ich die heutigen Vorurteile hauütsächlich als ein Überbleibsel von damals ansehe. Allerdings sollten die Vorurteile auch heute noch abgebaut werden!

 

 Wie charakterisieren Sie ihre Arbeit und ihre eigene Rolle in der Gruppe?

Zunächst habe ich versucht mit einigen Stichpunkten zu den einzelnen Begriffen, einen Überblick zu schaffen. Dies habe ich auch deswegen getan, da Mou aus einem anderen Kulturkreis kommt und es zunächst wichtig war eine einigermaßen gemeine Basis des Verstehens zu schaffen.

Wenn ich meine Arbeit charakterisieren soll, so müsste ich wohl am ehesten das Wort "durchwachsen" verwenden. Ich hätte wesentlich mehr machen können, sollen, wollen. (Ich hab mir dieses Semester etwas viel zugemutet)

 

Worin besteht für Sie persönlich der größte Gewinn in der Arbeit im Seminar?

Mein größter Gewinn bei der Gruppenarbeit besteht darin, dass ich jetzt Erkenntnis darüber erlangt habe, wie fein Begriffe/Phrasen erläutert werden müssen, damit Personen aus einem anderem Kulturkreis bzw. Träger anderer Deutungsmuster, diese verstehen. Das habe ich ehrlich gesagt absolut unterschätzt. Es ist sehr spannend zu bemerken, wie wenig Gedanken ich mir über gewissen Dinge mache und diese einfach als gegeben ansehe. Durch die Arbeit in der Gruppe musste ich Dinge erklären und das möglichst ohne auf weitere Deutungsmuster zurückzugreifen.

Ein weiterer Gewinn, wenn auch nicht der größte, ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Medien/Tools/etc. Einen großen Teil der Möglichkeiten kannte ich bisher überhaupt nicht, was ich sehr schade finde. Bisherige Gruppenarbeiten wurden innerhalb von vereinbarten persönlichen Treffen erarbeitet. Der Vorteil an den, im Seminar gezeigten und/oder erprobten Medien ist natürlich, dass es nicht notwenig ist, sich persönlich zu treffen. Jeder kann jederzeit an einer Aufgabe arbeiten und ist nicht von den Freizeiten der anderen Gruppenmitglieder abhängig.

 

Welchen Mehrwert hatte die Zusammenarbeit von Moskau und Dresden?

Darüber kann ich in Bezug auf meine Gruppe nichts sagen, da die Zusammenarbeit mit Moskau bei uns nicht funktioniert hat. Allerdings würde ich sagen, dass die Kooperation generell den Mehrwert hat, dass verschiedene Sichtweisen bzw. Deutungsmuster aufeinandertreffen und diskutiert werden können und eben auch deutlich wird, welche Informationen für Träger anderer Deutungsmuster nötig sind, um gewisse Dinge verstehen zu können. Grade im Bereich DaF bin ich überzeugt davon, dass diese Erkenntnisse das Verständnis für Personen aus anderen Kulturkreisen erheblich steigert.

 

Welche Probleme hatten Sie im Seminar?

Probleme hatte ich keine so richtig.

Eine Herausforderung war es, wie schon beschrieben, meiner Partnerin die Begriffe unserer Gruppe zu erläutern. Wobei ich dazu sagen muss, dass sie sehr sehr viel "Hintergrundwissen" hatte.

Etwas, was ich eventuell doch als Problem sehe, ist, dass ich bei meinem Begriff "Kirche" Schwierigkeiten hatte, auszuwählen, was ich als wichtig/erwähnenswert erachte. Es ist gut möglich, dass ich diverse Stichpunkte im Spacedeck ein wenig zu kurz gehalten habe. An dieser Stelle stehen mir wohl meine eigenen Deutungsmuster ein bisschen im Weg, sodass es mir schwerfällt auszuwählen, was ich erwähnen muss, um anderen das Vertändnis zu erleichtern. An dieser Stelle sieht man, dass Praxis und Theorie auseinander liegen können.

 

Was möchten Sie kritisieren, würden Sie anders machen?

Ich kann lediglich meine eigene Arbeit kritisieren, da diese wie bereits geäußert, etwas knapp ausgefallen ist. Es wäre schön gewesen, wenn unsere Gruppe etwas größer gewesen wäre. Dann hätte es wahrscheinlich einen größeren Austausch gegeben und ziemlich sicher mehr Meinungen. Davon hätte die Gruppe auch profitiert

 

 

Ich fand das Seminar und die Kooperation mit den Moskauern sehr spannend und gelungen. Das virtuelle Klassenzimmer ist eine sehr gute Möglichkeit, um sich in größerer Gruppe auszutauschen und vorzustellen, wie weit die Gruppen bisher vorangekommen sind.

8.7.14 23:51

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(14.7.14 09:26)
Liebe Frau Hoffmann,
vielen Dank für Ihren interessanten und auch selbstkritischen Kommentar zum Seminar. Das, was Sie als größten Gewinn der Gruppenarbeit beschreiben, ist ein ganz wichtiges Ziel für interkulturelles Lernen und ich finde es schön, dass Sie das so reflektiert haben.

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