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Konzeption des Seminars anhand der Zusammenfassung eines Vortrags von Ulrich Zeuner

Zusammenfassung der wichtigsten Gedanken zu der Textfassung für einen Vortrag auf der Alumnitagung des Lehrstuhls Deutsch als Fremdsprache am Institut für Germanistik der TU Dresden im November 2013 von Ulrich Zeuner.



Der Titel des Seminars „Landeskunde und neue Medien“ ist sehr offen und allgemein gehalten. Eine Eingrenzung des Themas erfolgt über die Beantwortung folgender Fragen:


1. Welche Vorstellung von Landeskunde ist im Rahmen dieses Themas angemessen?

Das Seminar stützt sich auf den Landeskundebegriff von Claus Altmayer. Eine Erklärung und Beschäftigung dieses Begriffs erfolgte bereits im Blog-Eintrag vom 22.04.2014.

Ergänzend bzw. Wiederholend zum besagten Eintrag, sei festzuhalten, dass das Ziel vom landeskundlichen Lernen das Fremdverstehen ist. Als ein Beispiel für Fremdverstehen werden Begrüßungsrituale erläutert. Als Erstes muss der Lerner verstehen, dass die ihm bekannten Begrüßungsrituale keineswegs die einzig möglichen und vorhandenen sind. Auch wenn Rituale einer fremden Kultur (zunächst) befremdlich wirken, so haben diese dennoch eine bestimmte Bedeutung. Daher ist es im nächsten Schritt notwendig, nach der Bedeutung (kognitives Schemata) für die jeweilige Kultur zu suchen, das Schemata nachzuvollziehen und sich selbst eine Bedeutung für die Rituale zu ermöglichen.


Krumm(1998) nennt drei Zugänge für kulturelles Lernen:

- Zugang zu Kultur in der Sprache selbstständigkeit

- Zugang zu Kultur im Verhalten/Handeln von Menschen

- Zugang zu Kultur in Manifestion

Es ist notwendig eine Eingrenzung von Themenbereichen für kulturelles Lernen vorzunehmen, damit die Bereiche, in denen kulturelles Lernen erfolgen kann, deutlich werden können. Außerdem ist es für den Lehrenden wichtig, eine Unterteilung zur Verfügung zu haben, um beispielsweise ausgewogenes Lehren in den verschiedenen Bereichen ermöglichen zu können.

Neuner (1994, S. 23) schlägt die Themenbereiche Identität – Raum – Zeit – Werte vor. Dass es Möglichkeiten gibt, Verknüpfungen zwischen den Themenbereichen und den Zugängen herzustellen und wie diese aussehen können, zeigen die aufgeführten Beispiele sehr anschaulich.


2. Was sind „neue“ Medien?

Heutzutage wird unter neuen besonders das Internet und dessen Weiterentwicklung (Web 2.0) verstanden. Das Web 2.0 zeichnet sich dadurch aus, dass derjenige der sich im Internet befindet, nicht mehr nur Konsument von Inhalten ist, die z.B. ein Webmaster bereitgestellt hat. Der heutige „Nutzer“ hat die Möglichkeit sowohl Produzent, als auch Konsument zu sein. Daher kann er selber Inhalte erstellen, die er anderen Nutzern zur Verfügung stellen kann oder die anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden (können). Teilweise besteht auch (theoretisch) die Möglichkeit, Einschränkungen für die Vernetzung seiner selber erstellten Inhalte vorzunehmen (z.B. Statusmeldungen bei Facebook können entweder mit sämtlichen Facebook-Nutzern, nur Facebook-“Freunden“ oder mit ganz bestimmten Personen geteilt werden). In dem Text ist das Web 2.0 sehr treffend als „Mitmach-Internet“ betitelt.


Das Web 2.0 beinhaltet sehr viel Potential für kulturelles Lernen:

[TABELLE]

Die besonderen Möglichkeiten des Web 2.0 sind dadurch gegeben, dass digitale Informationen ständig und überall verfügbar sind. Neben den verfügbaren Informationen macht der Austausch und die Zusammenarbeit mit Fremden das kulturelle Lernen authentisch. Möglichkeiten der Zusammenarbeit sind durch verschiedene Online-Tools sehr groß.

Entfernungen und Kulturgrenzen können ebenfalls überwunden werden und durch die Auseinandersetzung mit anderen und anderen Kulturen, kann Kulturlernen auch praktisch stattfinden.



3. Was heißt „Lernen“ in diesem Zusammenhang?

Das reine Erwerben von Informationen wird nicht mehr in den Fokus des Lerners gestellt. Durch Diskussion, Auseinandersetzung (kritisch, zweifelnd etc.), Verbreitung und Schaffung von Informationen soll der Lerner befähigt werden, „bedeutungsvolle Verbindungen zwischen Informationen zu erzeugen“ und Bedeutung zu schaffen. Der Große Unterschied dieser Form des Lernens zu der bisherigen Form liegt darin, dass beim Erwerben der Informationen, die Informationen sehr festgelegt waren, während die Informationen in der neuen Form des Lernens (zusammen) erschlossen, diskutiert, in Zusammenhang gebracht, kritisiert und gesammelt werden.

3.5.14 18:21

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